Heute regiert das Wort!

Sonstiges 5 Comments

Oh je. In der besinnlich-gehetzten Vorweihnachtszeit haben wir es tatsächlich nicht geschafft, für heute die Fotoauswahl einer neuen Performance zusammenzustellen, statt dessen versuchen wir, Euch mit ein paar mehr Wortbeiträgen milde zu stimmen. Und – sagen nicht tausend Worte letztlich doch mehr als die meisten Bilder? Mit Bitte um Gnade und Geduld gibt es hier wenigstens einen Vorgucker:

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Book baking und Feueralarm!

Abitur, Ankündigungen, Performances 1 Comment

Was für ein Wahnsinn! … In unserem reichhaltgen Repertoire an books to bash findet sich auch “Abitur – und was dann?”, das seinerzeit von der Dresdner Bank heraugegeben wurde. Da das Abitur für Frau Miksch und Herrn Farrow nun doch schon den einen oder anderen Monat zurückliegt, hatten wir uns entschlossen, diese würdevolle Mission an Schüler zu übergeben, denen der Abchluß demnächst ins Haus steht. Dazu hatten Frau Miksch und einige unserer Helfer folgenden Aushang an verschiedenen Gymnasien im bashing-Sektor verteilt. (Nichts gegen andere Schulen, aber auf dem Buch steht nun einmal “Abitur”). Während der ersten Woche danach tat sich gar nichts und wie eine kleine Recherche ergab, waren viele der Aushänge einfach komplett entfernt worden. Ganz gemeines document dumping!

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Aber in den beiden Wochen darauf ging es dann los: Wir wurden mit Emails regelrecht zugeschüttet. Wahninn! Und dafür möchten wir uns erst einmal ganz, ganz, ganz herzlich bedanken! Damit hatten wir dann doch nicht gerechnet. Und plötzlich wurde uns ein Problem bewusst: Wir haben ja nur ein Buch – und das können wir ja schließlich nicht zerreissen…

Wir hatten also unverhofft die Qual der Wahl und mussten uns zusammensetzen, um eine Auswahl zutreffen. Jede Idee auszusortieren fiel schwer, aber letztlich blieben zwei Vorschläge übrig, die wir einfach nicht weglegen konnten. Wir entschlossen uns dann, auf die Einheit des Buchs beim Bshen zu pfeiffen – wir sind schließlich Book basher!

Und so wird es zu “Abitur – und was dann?” demnächst zwei Performances geben: Eine von Alexander Rosenbaum aus Brühl, der die Vision einer steilen Karriere als Feuerwehrmann performen wird.
Die andere Performance wird von einem Kunst-Grundkurs des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums Düsseldorf celebriert, in dessen Namen Julia Fassbender uns eine tolle Email geschrieben hat. Der Grundkurs sprudelt über vor Ideen und reichte nicht weniger als sechs Anschläge auf das Buch ein. Grandios! Welche davon am Ende zum Tragen kommt, geben wir hier rechtzeitig bekannt… es könnte aber was mit weihnachtlichen Aktivitäten zu tun haben…

Mian & Anke

Streunerperformance jetzt als Post

Ankündigungen, Fotodokumentation, Performances, Streuner No Comments

Um Platz für neue Taten zu machen, wird die Spcial-Performance zum “Streuner” in den Post-Bereich verschoben.

Bei der Performance zu “Der Streuner” von A.N.Wilson wird eine Decke mit herausgetrennten Buchseiten benäht. Wir überreichen die so entstandene “Streuner”-Decke am 02.11.2007 im Rahmen einer Pressekonferenz der Düsseldorfer Obdachlosen-Zeitschrift fifty-fifty, bei der wir uns schon jetzt für die engagierte Zusammenarbeit bedanken möchten.

Anke Miksch & Mian Farrow


Das Buch

Front

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Back

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Pressmitteilung

Einladung zum Pressetermin: Ein Aktionskunstwerk wird der Armenküche „Bruder-Firminus-Klause“ von den Köpfen des Düsseldorfer Kunstprojekts „Book bashing“, Anke Miksch und Mian Farrow, symbolisch übergeben. Termin hierfür ist Freitag, der 2.11.07 um 10:30 Uhr. Bei dem Kunstwerk handelt es sich um eine Decke, die aus Seiten eines Buches mit Obdachlosenthematik und aus Teilen der fiftyfifty genäht wurde. Hiermit zusammen hängt ein Spendenaufruf der Künstler für die Armenspeisung in dem aus dem Projekt entstehenden Bildband.

In der Kunststadt Düsseldorf rückt der Nachwuchs unaufhörlich nach. Die Medienwissenschaftler Anke Miksch und Mian Farrow, beide bisher an verschiedenen Kunstprojekten in unterschiedlichen Genres beteiligt, haben gemeinsam das Projekt „Book bashing“ aus der Taufe gehoben. „Book bashing“ bedeutet zu Deutsch „Bücher heftig schlagen“ oder auch „verreißen“, „bash“ bedeutet jedoch auch „Feier“ oder „Fest“. 21 Bücher, die niemand mehr kaufen oder lesen wollte, werden in teils recht vehementer Art und Weise in Aktionskunst-Objekte verwandelt und gleichzeitig gefeiert. Sinngebend ist hier jeweils der Titel des ausgedienten Buches. So wird ein Formel 1-Almanach von 2003 mit dem Auto überfahren, der „Iceman Killer“ mit Hilfe von Trockeneis in tausend Scherben zerspringen oder ein altes „Godzilla“-Buch einem Terrarium voller Leopardengeckos überlassen. Mit Hilfe von Kunststudenten und Kreativen verschiedener Bereiche werden so die Bücher nach und nach zu Performance-Kunstwerken. Die einzelnen Events werden mittels Video und Foto dokumentiert, das bleibende Endergebnis dieser zum großen Teil vergänglichen Kunst ist ein Fotobuch mit DVD, das im März 2008 erscheinen soll.

In Zusammenarbeit mit fiftyfifty und der Armenküche „Bruder-Firminus-Klause“ im Franziskanerkloster Immermannstraße werden am 02.11.2007 um 10:30 Uhr – mit Beginn der Essensausgabe – Anke Miksch und Mian Farrow der „Klause“ die Decke übergeben, die ebenfalls das Produkt des Aktionskunst-Vorhabens ist. Die Fabel „Der Streuner“ von A.N. Wilson wurde in einzelne Seiten zerlegt und zusammen mit Seiten der fiftyfifty zu einer Decke vernäht, die der „Klause“ symbolisch übergeben wird. Im Vorraum der Klause wird das Kunstwerk sodann ausgestellt. Auch wenn das Kunstprojekt für Miksch und Farrow im Vordergrund steht, ist die Übergabe der „Streuner-Decke“ Sinnbild für das Engagement der Künstler. „Kunst kann, soll aber nicht immer nur dem Selbstzweck dienen. Das Buch ‚Der Streuner“ bot uns die Möglichkeit, über den Selbstzweck hinaus zu gehen.“ sagt Anke Miksch dazu. Deswegen werden die Künstler um Miksch und Farrow im „Streuner“-Kapitel des Buchs mittels Spendenkonto und Sachspendenadresse auf die Problematik von Armut und Obdachlosigkeit aufmerksam machen.


 

Die Decke ist genäht!

Am Sonntag, dem 14.10.07 war es soweit: Anke Miksch und Mian Farrow wandten sich der Hausarbeit zu. Aus dem Buch “Der Streuner” von A.N. Wilson, welches als eine Fabel auf Obdachlosigkeit zu verstehen ist, wurde in stundenlanger Fleißarbeit eine Patchwork-Decke. Hierbei wurden rund 120 Blätter des Buchs sowie ausgeschnittene Texte der Obdachlosenzeitung fiftyfifty zu einer Fläche von etwa 1,40 m x 1,30 m zusammengenäht und mit Stoff unterlegt. Nach der Umrandung mit einer Stoffpaspel sieht das Kunstwerk nun beinahe aus wie eine gewöhnliche Tagesdecke. Doch ist sie alles andere als gewöhnlich, hat sie doch den weiten Weg vom ausgedientem Buch zum bedeutungvollen Kunstwerk mit sozialer Aussage hinter sich. Das Kunstwerk wird der Armenküche “Bruder-Firminus-Klause” am Freitag, dem 02.11.07 übergeben und dort im Vorraum aufgehängt.

Hier einige Fotos des Entstehungsprozesses:

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Heute morgen, am 2.11. um 10:30 Uhr übergaben Miksch und Farrow die “Streuner-Decke” symbolisch an die Armenküche “Bruder Firminus-Klause” im Franziskanerkloster an der Immermannstraße in Düsseldorf. Die Decke wurde, wie oben unter “Special-Performance Der Streuner” berichtet, aus dem Buch “Der Streuner” von A.N. Wilson und aus Seiten der Obdachlosenzeitung fiftyfifty genäht. Die Decke wurde im Vorraum aufgehängt und von den Besuchern der Klause bestaunt. Auch die Presse war zugegen, u.a. die NRZ, die fiftyfifty und “Campus Delicti”. Nachdem das Kunstwerk von den Pressevertretern und Mitarbeitern der Klause ausgiebig unter die Lupe genommen und fotografiert wurde, wurden noch einige Passagen des Streuner-Buchs und ein Gedicht aus der fiftyfifty von den Künstlern verlesen. Damit nahm das Ereignis seinen Ausgang.Im Laufe der Veranstaltung wurde beschlossen, den Kontakt fortzusetzten und den Besuchern der Armenküche demnächst eine “Suppenlesung” anzubieten, bei der Miksch und Farrow ausgesucht Texte lesen werden.

All the leaves are brown…

Fotodokumentation, Kompost, Performances 2 Comments

… and the sky is grey.

Vor 3 Wochen traf sich unsere bashwillige Crew bei ausgemachtem Dreckswetter diesmal in Ostwestfalen bei Komposthaufenbesitzer Marcus. Erst im zweiten Anlauf konnten wir den sintflutartigen Wetterverhältnissen trotzen und das Buch “Jungpflanzen – aussäen, stecken, teilen” von Joachim Breschke seiner endgültigen Bestimmung zuführen. Zusammen mit allerlei Gesträuch und einem guten Schuß Schnellkomposter wurde das Buch der Verrottung übergeben. Mariko und S.Summerfield leisteten ganze Arbeit beim Filmen, Knipsen und Teure-Gerät-vor-Niederschlag schützen.

Im Frühjahr 2008 kehren wir zurück, um die Überreste des Buchs zu begutachten. Bis dahin gilt unser Dank den Kompostbesitzern Marcus und Isabel. Und ganz besonders auch den Nachwuchsbashern Cara und Fredy!

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Schimmel allerorten (Schlaraffenland-Update)

Schlaraffenland No Comments

Es hat sich einiges getan in unserem Schlaraffenland. Der Schimmel hat sich sein Reich erobert und schimmert in verschiedenen Farben. Der weisse Schimmel (in dem Fall keine Tautologie) war als erster und schnellster da, man könnte sagen, Pionierschimmel. Danach folgte recht bald der grüne Schimmel, auf den Bilder meistens in der Mitte auf einem Kloß.

Was danach kam, war für mich überraschend. Nachdem viel Zeit vergangen war, kam nämlich gelber Schimmel. Letztlich warten wir aber noch gespannt auf das Eintreffen schwarzen Schimmels…

… und der ist nicht ohne. Informationen über die genaue Giftigkeit konnte ich nicht finden, aber hört man nicht immer wieder, daß schwarzer Schimmel das Giftigste sei, was die Natur zu bieten habe? Links dazu sind sehr willkommen. Auf jeden Fall begeben wir uns in Lebensgefahr, wie hier zu lesen ist.

Mancher sieht in den Schimmelfarben eine Analogie zu den vier apokalyptischen Reitern. Die waren bzw. werden sein (in order of appearance) weiss, rot, schwarz und grün. Der Schimmel nur leicht abweichend weiss, grün, gelb und schwarz.

Wenn man nun schon von Schimmel spricht und die unheimlichen Paralleln zu den apokalypischen Reitern sieht, landet man natürlich direkt beim “Schimmelreiter” von Theodor Storm. Und hier schließt sich wieder der Kreis zu Kunst und Büchern.

Kann das alles Zufall sein?

Mian

21.10.2007

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26.10.2007

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I’d rather be a sparrow than a snail

Engel des Todes, Video + Audio 5 Comments

Hier wie angekündigt der Clip zu “Engel des Todes. Großartig zusammengeschnitten und mit Musik unterlegt von Anke Miksch!

(Leider nur in youtube-Qualität, aber auf der DVD gibts den Clip natürlich in viel besser!!)

Update week!

Ankündigungen No Comments

Diese Woche erwarten uns Updates zu verschiedenen Performances.
Dienstag gibts den “Engel des Todes”-Clip.

Und Freitag neue Fotos zu den Performance “Godzilla” und “Schlaraffenland“.

Es hat sich bei beiden einiges getan.. igitt.

Mian

Das GEMA-Thema

Ankündigungen, Video + Audio 3 Comments

In einem Post von letzter Woche hatte ich geschrieben, daß wir leider die vollen Clips, die aus jeder Performance entstehen, nicht hier veröffentlichen können, da sie mit GEMA-pflichtigen Songs unterlegt sind. Ebenso war es bislang auch nicht legal, auf youtube Videos zu veröffentlichen, die GEMA-Musik enthalten. Ob es wirklich illegal war, ist wieder eine andere Frage, die umso komplizerter wird, da youtube ja weltweit erreichbar ist, die GEMA aber nur eine von vielen Verwertungsgesellschaften ist. Aber da die GEMA für Deutschland nunmal ausschlaggebend ist, haben wir also bislang auf Video mit GEMA-Songs verzichtet.

(Falls, jemand mehr und Genaueres zu diesem Thema weiß, bitte einen Kommentar oder eine Mail an mich, die ich dann aufbereiten und posten würde).

Auf jeden Fall hat sich just kurz nach meinem Posting dazu etwas getan und youtube hat sich mit der GEMA geeinigt. Nachlesen kann man z.B. hier. Ich denke, diese “Einigung” besteht vor allem darin, daß youtube an die GEMA einen Arsch voll Geld zahlt. Ist aber auch egal, denn nun ist es erlaubt, auf youtube GEMA-pflichtige Songs zu veröffentlichen. Und damit für uns auch möglich, Clips dort hochzuladen und dann hier einzubinden.

Von weiter weg betrachtet ist es natürlich Blödsinn, daß wir zwar die Clips hier nicht selber hosten und einstellen dürfen – aber über den Umweg über youtube schon… Naja, muss ich nicht verstehen, es reicht ja, wenn wir’s verwenden dürfen. Und für youtube dürfte das – fast egal, wieviel sie zahlen – ein Granatendeal gewesen sein; ich vermute, viele werden das so nutzen wie wir.

Da nehmen wir den Qualtätsverlust bein Bild denn auch hin und so kommt morgen der Clip der “Engel des Todes”. Hier in diesem Programm. Live und in Farbe. Stay tuned!
Mian

!!!! Spendenaufruf !!!!

Ankündigungen, Streuner No Comments

Viele unserer Mitmenschen haben nach Abzug von Miete und Medikamentenkosten kaum noch Geld für ihr täglich Brot, weil die Renten zu gering sind. Gegen Ende eines jeden Monats kommen bis zu 300 Menschen, deren Geld für Lebensmittel nicht mehr reicht, jeden Tag in die Armenküche in Düsseldorf. Damit die Bruder-Firminus-Klause weiterhin arbeiten kann, möchten wir hiermit einen Spendenaufruf starten:

Kontoinhaber: vision:teilen (der Doppelpunkt gehört dazu)
Stadtsparkasse Düsseldorf
Kontonr. 10179026
BLZ 30050110

Verwendungszweck: “Streunerdecken-Projekt 02.11.07″

Die Decke hängt! (Streuner-Update)

Fotodokumentation, Performances, Streuner No Comments

Am Freitag, dem 2.11. war es soweit: Die Streunerdecke, über deren Anfertigung wir in der Special-Performance schon berichtet haben, wurde während einer Armenspeisung an die Armenküche “Bruder-Firminus-Klause” im Franziskanerkloster Immermannstraße in Düsseldorf übergeben. Zu Erinnerung: Die Decke wurde aus den Seiten des Buches “Der Streuner” von A.N. Wilson mit Armuts- und Obdachlosenthematik und aus Seiten der Obdachlosenzeitung fiftyfifty zusammengesetzt. Zu Übergabe waren einige Journalisten zugegen, u.a. auch Hubert Ostendorf von der fiftyfifty. Außerdem ließen sich die Mitarbeiter der Küche die Teilnahme nicht entgehen, z.B. Bruder Klaus-Dieter, Herr Wolfgang Dreher und das gesamte Küchenteam! Die Decke wurde in der Klause gut sicht- und lesbar aufgehängt. Es wurden gute Freundschaften geknüpft mit Mitarbeitern und Besuchern der Klause. Mian kam z.B. mit Volker ins Gespräch. Außerdem war die herzkranke Agnes aus Uganda mit ihrer Begleiterin Barbara zugegen (fifityfifty berichtete), mit denen sich Anke gut verstand.

Alles in allem war es ein interessanter und bunter Vormittag, der außerdem zum Nachdenken anregte. Viele unserer Mitmenschen haben nach Abzug von Miete und Medikamentenkosten kaum noch Geld für Ihr täglich Brot, weil die Renten zu gering sind. Gegen Ende eines jeden Monats kommen bis zu 300 Menschen jeden Tag in die Armenküche, deren Geld für Lebensmittel nicht mehr reicht. Damit die Bruder-Firminus-Klause weiterhin arbeiten kann, möchten wir hiermit einen Spendenaufruf (siehe nächstes Post).

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