Book baking
May 10, 2008 Abitur, Fotodokumentation, Performances 1 CommentWie geht’s nach der Schule eigentlich weiter? Eine unangenehme und allgemeinhin viel zu oft gestellte Frage. Grund genug, einen großartigen, aber hoffnunglos veralteten Ratgeber dazu mal amtlich zu bashen (“Abitur – Und was dann?” Herausgegeben von der Dresdner Bank, 1988).
Aber wie bashen? Zu dieser Frage hatten wir schon vor einiger Zeit zu einem Ideenwettbewerb aufgerufen, der zwei Gewinner hatte: Der Kunst-Grundkurs des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums Düsseldorf hatte uns mit genialen Ideen geradezu überschüttet und hochverdient einen Bash gewonnen.
Am 16.04. zogen Mariko und Mian (Anke war leider krank
) los zur Schule, um zwei der Ideen in die Tat umzusetzen.
Muffins, eingebettet in gute Ratschläge – und lecker
Nach dem Abitur kann man Bäcker werden (oder Koch). Darum hat der Kurs zwei Spezial-book-bashing-Muffin-Sorten erfunden (mit und ohne Milch), die beim Bashen zum ersten Mal gebacken wurden. Die Seiten des Ratgebers wurden dabei vorsichtig aus dem Buch herausgetrennt und als Muffin-Förmchen in die Backbleche gedrückt oder sogar zu Verziehrungen gefaltet. Verschiedene Schiffchen wurden gesehen, eine Art Kirsche und fast auch ein Schwan.
Insgesamt für uns eine der schönsten Performances seit langem! Danke Euch allen!
PS. Hausaufgabe an Chris: Schwan üben!
The Cooking-Crew: (v.l.n.r.) Swan Chris, Patrick “the unknown”, Mariko, chef Oliver, Claire from France, beautiful Julia
In der Küche des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums Düsseldorf laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren.
Smørebrød, smørebrød, rømpømpømøom.
Clair basht ein Ei.
Bevor die ersten Seiten aus dem Buch gerissen werden, liest Julia noch ein paar besonders sepktakuläre Szenen vor.
Das erste Muffing-Förmchen ist bereits entstanden.
Und auch zwischendurch rezitieren wir Passagen des an Höhepunkten wahrlich nicht armen Werks.
Das weltweit erste Muffin-Backblech mit gebashter Bucheinlage entsteht.
Und so sieht das Kunstwerk aus der Nähe aus. Wird der Teig die Seiten aufweichen? Unfd hält das geballte Wissen der Dresdner Bank der Hitze stand?
Chris hat sich eine Buchseite gerissen und faltet in einer spektakulären Performance einen wunderschönen – sterbenden – Papierschwan.
Und hier schliesst sich endlich auch der Kreis vom book bashing zum Ballett.
Der Teig ist fertig und wird in die professionelle Tülle gefüllt.
Aus der frisch geladenen Tülle füllt Oliver den Teig mit unerreichter Präzision in die Papierförmchen.
Ganz ohne Gewalt geht es beim book bashing ja nie. Oliver presst mitr aller Kraft und erklärt nebenbei auch noch die wichtigste Regel des Kochens: “Unbedingt zu beachten ist, daß man es auch kann.”
Voila!
Und hinein mit den Muffins in die Gluthitze des reichlich geschürten Ofens.
See them growing!
Zur Überbrückung der Backzeit schenkt uns Mariko einen Blick…
… und schon sind sie fertig.
Die noch warmen Muffins werden aus dem Backbleck gezuppelt… und tatsächlich – die Seiten haben nicht nur gehalten, sondern mehr noch: In der Wärme haben sie sich gefestigt und zu herrausragenden Muffinförmchen weiterentwickelt, die den Vergleich mit kommerziellen Produktne nicht scheuen müssen.
Das Ergebnis in voller Pracht: 12 leckere Muffins in Formen aus gebashtem Papier!
Aber ist damit das Buch gebasht? Nein, noch lange nicht. Denn hier sind wir bereits auf dem Weg zum nächsten Bash… Bericht dazu bald hier!
