Mittelalter reloaded

Fotodokumentation, Paracelsus, Performances 4 Comments

Wie bereits angekündigt, haben wir am 28.10. das Buch “Paracelsus” von Kurt Allgeier zu einem Heiltrunk verkocht. Nein, nicht wir – Paracelsus war es selbst, oder zumindest unser hochbegabter Paracelsus-Darsteller Andreas. Er heilte mit Hilfe der Rezepte aus seinem geheimnisvollen Buch zuerst Leslie von ihren Rückenleiden, dann Axel von Magenbeschwerden und Anke von Kopfschmerzen. Nur bei Marikos Herzproblemen half nichts – bis der Meister das Buch selbst als Heilkraut verwendete. Seht selbst…

Die Vorbereitungen:

Als erstes muss natürlich ein Feuerloch ausgehoben werden.

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Danach müssen – unter der künstlerischen Gesamtleitung von Frau Miksch – die Kostüme angelegt werden.

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Ein türkises Gewand war auch schon in früheren Zeit ein Hingucker und Umschnaller.

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Begrüße deinen Henker!

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… derweil kocht in der Feuerstelle schonmal das Wasser vor…

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Burgfräulein Leslie ergötzt sich an feinsten Spezereien.

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.. und der Ingredienzien-Schrein des Heiler wird befüllt.

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Die stattlichen Recken kurz vor der Schlacht…

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…und die Heilpraxis öffnet ihre Pforten.

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Ein letzter Blick in Marikos Augen… und dann geht es endlich LLLLOOOOSSS!!!

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Büchertransformation im Mittelalter. Die Gauklertruppe des Bookbashingteams präsentiert: “Paracelsus” von Kurt Allgeier.

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Etwa in der Mitte bis gegen Ende des Mittelalters begab es sich, daß am Hofe des Königs ein mächtiger Heiler sein Dienste anbot. Sein Ruf war bis weit über die Grenzen der bekannten Welt hinaus gedrungen und von nah und fern kamen geplagte Seelen herbei, die sich von ihm Linderung erhofften.

Hier kommt zum Beispiel der Knappe Axel mit schlimmster Pein im Bauch.

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Kann der Heiler ihm helfen? Er sinniert und grübelt… was steht denn in den paracelsischen Aufzeichnungen über Magenschmerz? Ah.. hier, drei Kümmelschoten, etwas von dem blauen Wässerchen, ein alter Ast und zwei Aspirin… und es wirkt. Axel ist geheilt!!!

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Doch hier kommt schon die nächte Patientin. Das Burgfräulein zu Miksch plagt ein gar übler Schmerz im Stirnbereich. Er zieht sich hinunter bis zum Nervus brainus migränus und liess sie letzte Nacht kaum schlafen. Ein harter Fall für den Heiler.

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Doch auch hier hilft das altehrwürdige Papier des Paracelsus. Während die Maid des Medicus bereits eine Tinktura thomapyrini vorbereitet, schlägt der Heiler die letzten Details für die Vollendung vor. (Da Krötenbeine gerade aus sind, werden kurzerhand Schneckenaugen genommen, die wirken so ähnlich.)
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“Frisch gerührt reicht er den Trank,
Sie trinket ihn sofort…
Er wirkt! Zu Miksch ist voller Dank,
Verlässt geheilt den Ort.”

Zeit für eine Pause.
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Als der Medicus von der nachmittäglichen Hexenverbrennung zu seinem Zelt zurückkehrt, wartet dort schon Maid Mariko auf ihn. Es geht ihr schlecht. Sie leidet unter den schlimmsten Herzschmerzen und womöglich ist sogar ein Mann im Spiel. Auch hier sucht der Heiler bei Paracelsus nach Antworten…
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… und mit der tatkräftigen Hilfer seiner Elevin Anja ist recht bald die Medizin gewonnen und verabreicht.
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Doch was ist das? Mariko ist nach dem Sud noch ebenso betrübt wie zuvor. Herrje, der Trank wirkt nicht – was nun? Das hat der Heiler seit Jahren nicht mehr erlebt. Er geht lange in sich und als er schließlich wieder hervorkommt, richtet er ernste Wort an seine unglückliche Patientin: “Gewiss… ich hätte da wohl noch einen Einfall… allein… er ist sehr teuer.” …
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Doch Kosten spielen für Mariko in ihrer Agonie keine Rolle – und schließlich ist sie gut versichert.
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“Nun denn,” so spricht der Heiler und greift ein letztes Mal zum weisen Paracelsus-Werke. Ein letzter Blick, ein letztes Zögern, doch dann ist es überwunden.
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Und während er langsam das Buch in den brodelnden Kessel gleiten lässt, spricht er Worte voller Zuversicht: “Kessel, oh Kessel, nimm hin dieses Buch des Paracelsus, lasse dein heisses Wasser eindringen in seine Seiten und löse die Weisheit, die Macht und Kunst heraus, die ihm innewohnt. Löse sie und übergibt sie dem Liquidum, damit dies arme Mädchen es in sich aufnehmen könne und qua Paracelsus’ Kraft geheilt werde.”
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Schon nach kurzer Zeit lösen sich einzelne Seiten heraus und wirbeln im dem kochenden Gebräu herum. Zuerst sehr schnell, dann immer langsamer und langsamer – sie geben ihre Kraft ab an die Flüssigkeit und sind am Ende gar nicht mehr Buch.
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“Maid Mariko, so trinkt. So trinkt doch und gesundet schnell. Alle Kraft in diesem Trank.”

Auch er treue Hund Lucky will bei der Genesung helfen.
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Und wirklich – der Medicus hatte nicht gelogen. Binnen Augenblicken erstrahlt Mariko wieder fröhlich wie eh und eh. Vergessen der Schmerz, vergangen das Leid, das sie so lange nicht hatte abschütteln können. Und so bedankt sie sich überglücklich bei ihrem Retter, beim Medicus con Paracelsus.
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Noch Wochen später sprachen alle Mägde, Ritter, Herolde und Hofnarren (besonders die) von dem berauschenden Abschiedstanz der Mariko. Sogar der König selbst war tief bewegt vom ihrem Leid und ihrer Rettung. Danke, Heiler, danke, Buch des Paracelsus, danke Kurt Allgeier.

(Danach ging sie übrigens zurück in das weit entfernte Land, aus dem sie gekommen war. Und dort passierten ihr schon kurz danach ganz viele schlimme Sachen. Wirkliche scheußliche Dinge. Aber das sind anderen Gesichten und sollen woanders erzählt werden.)
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Hier endet die Geschichte um den Heiler und sein Buch – genau wie das Buch selber. Zurück blieb der Kessel und darin ein vollends verbrauchtes Buch.

This book ist sowas von officially bashed…

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Mariko ging es dann auch wieder so gut, daß wir noch eine Figur für die nächste Europameisterschaft im Synchronfilmen in Dänemark einüben konnten.
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Vielen Dank noch einmal für das großartige Team eines tollen Tages.

Wir konnten gut sein, weil Ihr brillant wart!!
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Mian

PS: Ein großes Sorry an Leslie.. offenbar waren alle von Deiner Schauspielkunst so dermaßen weggeblasen, daß es kein – aber auch nicht mal ein einziges – Foto von Deinen Rückenproblemen gibt (Leslie hatte “Rücken”). Aber das Video kommt ja auch noch!!

Die Macht der Natur

Ankündigungen, Kompost, Performances No Comments

Am Samstag, dem 10.11. sind wir in Ostwestfalen unterwegs. Im schönen Teutoburger Wald, im Dörfchen Schröttinghausen bei Bielefeld (300 Meter Fußweg bis Deppendorf!!) steht ein Komposthaufen, der im Verlauf der folgenden Geschichte eine größere Rolle übernehmen wird. Das Buch “Jungpflanzen. Aussäen, stecken, teilen.” von Joachim Breschke kehrt quasi zu seinen Ursprüngen zurück und wird etwa zwei Monate lang zusammen mit einer guten Portion Schnellkomposter im Komposthaufen vergraben. Wir werden sehen, ob und welche Veränderungen dadurch eintreten. Wir hoffen auf Wurmfraß! Komposthaufeneigentümer Marcus hat sich bereit erklärt, den Verlauf des Verfalls fotografisch und filmerisch zu dokumentieren, bis wir das Buch im Januar wieder von der Verwesung befreien.

Book bashing im Radio-Interview

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Wie gestern angekündigt, lief heute ein kleines, aber feines Radio-Interview bei DasDing! vom SWR. Frau Miksch steht Rede und Antwort und stellt book bashing elegant vor.

Als .mp3 hier runterladen oder anhören.

NRZ-Artikel zur Übergabe der Streuner-Decke

Ankündigungen, Streuner No Comments

In der Ausgabe der NRZ (Region Düsseldorf) vom 05.11.2007 ist folgender Artikel erschienen.

Vielen Dank!!

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Mian

book bashing goes radio

Ankündigungen No Comments

Morgen früh (06.11.07) zwischen 6 und 10 Uhr gibt es bei SWR3 (“DASDING”) ein Interview mit Anke Miksch zum Thema book bashing zu hören. Unbedingt einschalten!!!

Mian

Streuner-Decke an Armenküche übergeben

Ankündigungen, Performances, Streuner No Comments

Heute morgen, am 2.11. um 10:30 Uhr übergaben Miksch und Farrow die “Streuner-Decke” symbolisch an die Armenküche “Bruder Firminus-Klause” im Franziskanerkloster an der Immermannstraße in Düsseldorf. Die Decke wurde, wie oben unter “Special-Performance Der Streuner” berichtet, aus dem Buch “Der Streuner” von A.N. Wilson und aus Seiten der Obdachlosenzeitung fiftyfifty genäht. Die Decke wurde im Vorraum aufgehängt und von den Besuchern der Klause bestaunt. Auch die Presse war zugegen, u.a. die NRZ, die fiftyfifty und “Campus Delicti”. Nachdem das Kunstwerk von den Pressevertretern und Mitarbeitern der Klause ausgiebig unter die Lupe genommen und fotografiert wurde, wurden noch einige Passagen des Streuner-Buchs und ein Gedicht aus der fiftyfifty von den Künstlern verlesen. Damit nahm das Ereignis seinen Ausgang.

Im Laufe der Veranstaltung wurde beschlossen, den Kontakt fortzusetzen und den Besuchern der Armenküche demnächst eine “Suppenlesung” anzubieten, bei der Miksch und Farrow ausgesuchte Texte lesen werden.

Die Godzillas sind los!

Fotodokumentation, Godzilla, Performances No Comments

Am 12.10.2007 haben wir ja, wie bereits angekündigt, das Buch “Godzilla” von Gernot Gricksch zu Mario Kollmanns Mini-Godzillas ins Terrarium gelegt. Und zwar ganz genau in die – sagen wir mal, wie’s ist – Scheißecke der kleinen Schleicher. Diese wird zudem mit einer Wärmelampe beleuchtet, die so für die Leopardengeckos auch zur Leselampe wurde. Das Buch verbleibt so lange im Terrarium, bis es unlesbar geworden ist oder bis die niedlichen Kerle es ausgelesen haben… Für den nötigen Output wird gesorgt, indem die Tiere sehr üppig zu essen kriegen (es ist schließlich Weihnachtszeit!). Wir werden weiter berichten!

Miksch & Mian

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Artist Leslie Becker

Formel 1 - 2003, Video + Audio 4 Comments

Während der Performance zu “Faszination Formel 1 – 2003″ von Gerald Selch (Hg.) entstand auch das folgende Statement von Leslie Becker zu ihrer Mitwirkung am book bashing – Projekt.

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Thanks, Leslie!!

Videotest 3

Video + Audio No Comments

Youtube ist zwar toll, kann aber letztlich nicht alles, was wir hier gerne hätten.

Darum haben wir umgestellt auf den freien freien FlashPlayer von Jeroen Wijerings im Zusammenspiel mit dem Flash Video Player Plugin for WordPress von Joshua Eldridge.

Hier der Test mit unserem Lieblings-Test-Video

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